Ihr Anwalt für Pferderecht informiert zum Thema „Wegnahme eines Pferdes durch die Tierschutzbehörde“.

Das Verwaltungsgericht Würzburg hat am 01.10.2020 entschieden (Az: W 8 S 20.1350), dass die fehlende Möglichkeit zur tiergerechten Haltung die Wegnahme eines Pferdes rechtfertigt.

Ergäbe sich aus den Umständen eines Falls, so das Gericht, dass ein Eigentümer eines Pferds nicht in der Lage wäre das Pferd artgerecht zu halten, so rechtfertige dies die Wegnahme des Pferdes gemäß § 16 a des Tierschutzgesetzes (TierSchG). Die Tierschutzbehörde müsse nicht abwarten, bis dem Pferd Leiden oder Schmerzen zugefügt würde. Dabei müsse die Tierschutzbehörde nicht sehenden Auges warten, bis dem Tier weitere erhebliche Schmerzen oder Leiden zugefügt würden. Auch eine Wegnahme bis hin zu Veräußerung sei hinzunehmen, wenn dies im Interesse des Tiers geboten wäre.

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